Ein Abend mitten im Herzen von Peru

 

Ich war noch nie in Peru.

Hätte man mich vor dem Abend am Peru Gourmet Fusion gefragt, was ich mit diesem Land assoziiere, wären mir vage Bilder in den Sinn gekommen. Bilder von den Anden, insbesondere dem Machu Picchu, von indigenen Völkern und von Regenwäldern im Amazonastiefland. Aber damit, so muss ich zugeben, wäre das auch schon alles gewesen.

 

Durch Peru Gourmet Fusion ist das Unmögliche möglich: Man kann an nur einem Abend Peru kennenlernen. Und das in der Stadt Zürich! Dieser Abend hat alles, was die peruanische Kultur ausmacht: Genuss, Schönheit und Liebe. Eine kleine Warnung: Ich werde im folgenden Bericht nicht mit Superlativen sparen. Und selbst diese Superlative werden nicht ansatzweise den Gefühlen nach diesem Abend gerecht.

 

So befindet man sich an diesem Abend also tatsächlich in Peru. Denn in Peru geniesst man mit einem Pisto Sour in der Hand atemberaubende Gemälde und berührende Fotographien, man macht Bekanntschaft mit herzlichen Menschen und man kommt in den Genuss eines Essen, welches man ein Leben lang nicht vergessen wird – versprochen!

 

 

 

Den wen dieses Menü kalt lässt, der ist nicht mehr zu retten. Allein schon das Lúcuma Brot zu Beginn, welches man mit Ají Amarillo Butter bestreicht, macht einem klar, dass Ají Amarillo DAS Gewürz schlechthin in Peru ist. Dank der Menükarte, weiss man, dass dieses Gewürz die Grundlage aller peruanischen Gerichte ist. Die fruchtige Note im Butter lässt erkennen, das an diesem Abend nichts so sein wird, wie man es kennt.

 

Bereits der erste Gang war einfach nur ein Gedicht: Sarandaja Puree unter Cebiche und daneben eine Portion Süsskartoffel Puree mit Algarrobo Honig begleitet von einem exzellenten Pinot Grigio. Der rohe Fisch, welcher kurz im Limmetensaft mariniert wurde, zerfiel auf der Zunge und entfaltete ein Aroma, worum mir diese mit der Vegi-Version einfach nur leidgetan haben. Die Vegi-Version muss mit dem Cebiche Piurano de Mango ebenfallse einfach nur umwerfend gewesen sein aber der Fisch – von dem werde ich noch lange träumen.

 

 

Die folgenden vier Gerichte, kann man unmöglich mit Worten beschreiben. Aber selbst wenn man das alles liest, kann einem davon unmöglich nicht das Wasser im Munde zusammenlaufen. Ají de gallina in hausgemachten Pastetli auf einer peruanischen Oliven-Sauce neben einer Quinoa-Parmesanhippe. Danach Parihuela Norteña! Einer Meeresfrüchte Suppe mit Ají amarillo Rahm, die eine Jakobsmuschel ummantelten gefolgt von Seco de Res y Tamales rojos einem Rindfleischeintopf mit Maiskuchen welcher in einem Maisblatt eingewickelt war. All dies in Begleitung eines Primitivo. Und als wäre dies alles nicht schon der kulinarische Himmel gewesen folgte der Traum auf Gottes grüner Erde schlechthin: das Dessert! Ich weiss, dass mich allein schon beim Lesen dieses Desserts viele Menschen erblassen lassen aber ich kam tatsächlich in den unbeschreiblichen Genuss von einem typischen Passionsfrucht Cheescake im peruvian Style neben einem Maracuyá-Mangosaft. Der Abschluss des kulinarischen Teils des Abends bildete die Flambiershow vom Kochpartner Jérôme Perler als er die Catalana de Granadilla mit Pisco flambierte.

 

 

Unweigerlich musste man nach diesem Essen aufstehen, sonst wäre man vor lauter Glückseligkeit nie mehr aufgestanden. Es war aber leicht, denn mit den Menschen, die man im Laufe des Abends kennengelernt hat, die Gespräche fortzuführen, während Alfi auch noch seine Fähigkeit als DJ zeigte. Das Aussergewöhnliche an diesem Abend passiert. Etwas, das in Zürich viel zu selten vorkommt: Die Möglichkeit wildfremde Menschen bei einem einzigartigen Essen und bei guten Gesprächen kennenlernen.

 

Wie Alfi es während seiner Rede vor dem Dessert sagte; Sowohl das Essen als auch das Ganze rundherum, wurde mit viel Liebe zubereitet. Und man spürte diese Liebe. In jedem einzelnen Bissen, in jedem einzelnen Bild und in jeder einzelnen Sekunde an diesem Abend. 

 

Ich für meinen Teil finde es einfach nur überwältigend zu wissen, dass so einfach sein kann, mit dem Ertrag der Bilder Menschen in Not zu helfen und dabei auch noch in den Genuss dieses umwerfend schönen Abends zu kommen.

 

Im Endeffekt war es vielleicht gar nicht das Ají Amarillo, welches dem Abend die nötige Würze gegeben hat. Sondern die Liebe, die in der peruanischen Kultur einen festen Bestandteil hat. Sie besteht, wenn man sich trifft, sie besteht in den guten Gesprächen und sie besteht in dem guten Essen.

 

Nach diesem Abend weiss ich: Ich kehre definitiv nach Peru in Zürich zurück.

 

 

 

 

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December 8, 2016

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